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News: Nachwuchswissenschaftlerin in das Junge Kolleg aufgenommen

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17.01.2017 - Dr. Kerstin Ludwig, Leiterin einer Emmy Noether Arbeitsgruppe am Institut für Humangenetik, ist in das Junge Kolleg der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste aufgenommen worden

Datum: 18.01.2017

Zwei Bonnerinnen ins Junge Kolleg aufgenommen

 

Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste hat mit einer feierlichen Festveranstaltung acht neue Mitglieder in das Junge Kolleg aufgenommen, darunter mit Dr. Kerstin Ludwig und Dr. Susanne Mohr zwei Nachwuchswissenschaftlerinnen der Universität Bonn.

Im Rahmen des „Konzertes zum Neuen Jahr“ begrüßte Akademiepräsident Professor Dr. Wolfgang Löwer vor über 400 Gästen die Nachwuchswissenschaftler. In diesem Jahr kommen die neuen Kollegiaten aus den Wissenschaftsstandorten Aachen, Bielefeld, Bonn, Duisburg-Essen, Köln und Münster. Das Junge Kolleg feierte an diesem Abend zudem zwei Jubiläen: Es wurde der 10. Jahrgang und das 100. Mitglied aufgenommen. Die Aufnahme in das Junge Kolleg gehört zu den bedeutendsten Auszeichnungen für junge Wissenschaftler in Nordrhein-Westfalen.

Dr. Kerstin Ludwig (Jahrgang 1981) studierte an der TU Dresden und der ESBS in Strasbourg, Frankreich. Danach promovierte sie an der Universität Bonn. Es folgte ein Post-Doc im Bereich der Genetik. Im Jahr 2016 wurde Kerstin Ludwig in das Emmy-Nöther-Nachwuchsprogramm der DFG aufgenommen und leitet jetzt am Institut für Humangenetik eine eigene Arbeitsgruppe.

Kerstin Ludwigs Forschungsgebiet der „kraniofazialen Genomik“ befasst sich mit den biologischen Prozessen der Gesichtsbildung beim Menschen. In bisherigen Arbeiten konnte sie eine Vielzahl von Regionen im menschlichen Genom identifizieren, in denen genetische Risikofaktoren für Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, eine der häufigsten fazialen Fehlbildungen, liegen. Basierend auf den genetischen Befunden ist das Ziel ihrer zukünftigen Forschung, ein umfassendes Verständnis der molekularen Prozesse zu gewinnen, die der Ausprägung fazialer Strukturen in der Embryonalentwicklung zu Grunde liegen.

Dr. Susanne Mohr (Jahrgang 1983) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Anglistik, Amerikanistik und Keltologie der Universität Bonn. Nach ihrem sprachwissenschaftlichen Studium an der RWTH Aachen wurde sie 2008 Stipendiatin der artes-Graduate School in Köln und promovierte 2011 in Kooperation mit dem Centre for Deaf Studies des Trinity College Dublin. Nach Lehrtätigkeiten an verschiedenen Universitäten trat sie 2013 ihre Stelle in Bonn an, wo sie sich derzeit zu Numerus und Zählbarkeit in afrikanischen Varietäten des Englischen habilitiert.

Susanne Mohrs Forschung befasst sich mit extremen Sprachkontaktsituationen, bedingt durch den außergewöhnlichen Multilingualismus des afrikanischen Kontinents und die Dominanz großer Sprachen gegenüber regionalen und Minderheitensprachen. Dies bezieht nicht nur Laut- sondern auch Gebärdensprachen mit ein. Aktuell arbeitet sie zum einen zu Einstellungen gegenüber dem Englischen versus indigenen Sprachen, sowie dem Einfluss muttersprachlicher Strukturen auf die Varietäten des Englischen verschiedener Länder Afrikas.

[Über das Junge Kolleg]

Im Jungen Kolleg wird den Mitgliedern eine interdisziplinäre Plattform zum Austausch und zur gemeinsamen Erarbeitung kritischer Bewertung gesellschaftlich relevanter Fragen geboten. Die maximal 30 Nachwuchswissenschaftler werden fachlich, finanziell und ideell unterstützt. Sie erhalten bis zu vier Jahre lang ein jährliches Stipendium in Höhe von 10.000 Euro und nehmen am Akademie-Leben teil. Voraussetzung für die Mitgliedschaft im Jungen Kolleg sind – zusätzlich zur Promotion – herausragende wissenschaftliche Leistungen an einer Hochschule oder Forschungseinrichtung in Nordrhein- Westfalen.

Die Mitglieder dürfen bei ihrer Aufnahme in das Kolleg nicht älter als 36 Jahre sein und noch keine unbefristete Hochschullehrerstelle innehaben. In Arbeitsgruppen, die interdisziplinär angelegt sind, befassen sich die Mitglieder des Jungen Kollegs mit Themen wie Hochschulpolitik, Risikowahrnehmung, Erinnerung, Migration, Unschärfe und E-Learning. Bisher erschienen zehn Publikationen zu Themen wie „Sicherheit und Krise“, „Biometrie“, „Ewige Jugend“ oder „Alter und Gesellschaft“. Die ehemaligen Mitglieder des Jungen Kollegs sind zum überwiegenden Teil heute als Professoren an Hochschulen in ganz Deutschland tätig.


Kontakt:

Dr. Kerstin U. Ludwig
Life & Brain Center und Institut für Humangenetik der Universität Bonn
E-Mail: kerstin.ludwig@uni-bonn.de

Dr. Susanne Mohr
Institut für Anglistik, Amerikanistik und Keltologie der Universität Bonn
E-Mail: susanne.mohr@uni-bonn.de

Pressemeldung der Universität Bonn: https://www.uni-bonn.de/neues/020-2017

Feierlicher Akt: Feierliche Aufnahme von 8 neuen Kollegiaten in das Junge Kolleg der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste – 100. Mitglied und 10. Jahrgang

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