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Das Institut für Humangenetik stellt sich vor

An der Entstehung vieler Krankheiten sind genetische Faktoren ursächlich beteiligt. Daher ist die Humangenetik ein Querschnittsfach der Medizin, welches mit verschiedenen klinischen Disziplinen eng zusammenarbeitet. Als theoriestarkes Fach ist die Humangenetik auch eng mit naturwissenschaftlichen Grundlagenfächern verbunden, von der Biologie bis zur Mathematik/Informatik.

Das Bonner Institut für Humangenetik vertritt das Fach in allen Bereichen, die ein universitäres Institut auszeichnen: Krankenversorgung, Forschung und Lehre. Die Bereiche sind eng miteinander verzahnt und profitieren voneinander.

Die Krankenversorgung umfasst die humangenetische Beratung, klinisch-genetische Differentialdiagnostik einschließlich von Spezial-Sprechstunden, molekular- und zytogenetische Diagnostik sowie Konsilleistungen im Universitätsklinikum Bonn und anderen Kliniken. In der Diagnostik kommen allerneueste Techniken zur Anwendung, die diagnostischen Labore sind nach aktuellen Standards zertifiziert. Für die Aufgaben in der Krankenversorgung besteht eine enge Kooperation mit dem Zentrum Medizinische Genetik des MVZ Venusberg (http://mvz-venusberg.eu/medizinische-genetik-1.html).

Schwerpunkte der Forschung am Institut sind: neuropsychiatrische Krankheiten, erbliche Tumorerkrankungen (insbesondere der familiäre  Darmkrebs und Polyposis-Formen), Fehlbildungen (Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und uro-rektale Fehlbildungen), Erkrankungen der Haut und Hautanhangsgebilde (z.B. Haarausfall) und genetische Ursachen der Intelligenzminderung. Die Mitarbeiter des Instituts stehen auf ihren jeweiligen Arbeitsgebieten auch im internationalen Vergleich an vorderster Front der Forschung. Forschungsprojekte werden durch extrauniversitäre Forschungsförderer unterstützt, die Forschungsergebnisse werden in den führenden internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht.

 Organigramm des Institutes für Humangenetik zum Download.

Kurze Geschichte

Das Institut für Humangenetik wurde am 24. Dezember 1964 mit der Berufung von Prof. Dr. med. Heinz Weicker an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn begründet. Von 1984 bis Februar 2008 hatte Prof. Dr. med. Peter Propping den Lehrstuhl für Humangenetik inne. Unter der Leitung von Prof. Propping entwickelte sich das Institut zu einer modernen Einrichtung mit großer nationaler und internationaler Ausstrahlung. Am 1. März 2008 übernahm Prof. Dr. med. Markus M. Nöthen den Lehrstuhl und die Leitung des Instituts. Seit diesem Datum ist die Abteilung für Genomik des Forschungszentrums Life & Brain Teil des Instituts für Humangenetik, das von 1964 bis 2009 in der Bonner Innenstadt in einem historischen, im Jahre 1903 als Universitäts-Augenklinik errichteten Gebäude untergebracht war. Am 30.11.2009 ist das Institut in den Neubau des Biomedizinischen Zentrums auf den Bonner Venusberg umgezogen und profitiert seitdem von der Nähe zu den Kliniken und anderen Forschungseinrichtungen der Medizin.

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